Als ich ihn abholte, war er noch lange nicht wach, ich fand ihn aber äußerst aufgedunsen, wie er da so auf der Tragmatte lag. Ich äußerte meine Bedenken, traute mich aber fast nicht meinen Verdacht einer Magendrehung auszusprechen. Meine Tierärztin klopfte ihn ab, sah mich an und sagte nur ''Nicht aufregen...'' aber da war bei mir schon der Ofen aus.
Er wurde direkt nochmal geröntgt, wobei eine Gasansammlung im Magen ersichtlich wurde. Leider waren die Magensonden vor Ort zu kurz für mein Riesenbaby und so machte ich mich mit ihm auf dem Weg zur Tierklinik in Hannover-Wülfel, dort ging für mich alles ganz schnell. Hund reingetragen, paar Fragen beantwortet, nochmal geröntgt, Gott sei Dank war er nicht gedreht sondern nur völlig aufgegast. Hagge bekam direkt die nächste Narkose und kam in den Op zum sogenannten "Abgasen", ein fürchterlicher Ausdruck.
Nanette war inzwischen bei mir, nahm mich mit zum Fressnapf und war einfach nur da. Mein größter Horror war plötzlich wahr geworden... der Anruf der Klinik kam, das Abgasen war erfolgreich. Ich hatte zwei Möglichkeiten, es konnte alles so belassen werden oder der Magen konnte bei dieser "Gelegenheit" direkt fixiert werden, was das Risiko einer richtigen MD immens senkt. Ich entschied mich für letzteres, ich hätte sonst wohl nie mehr ruhig schlafen können...
Nach der erfolgten OP bekam ich einen weiteren Anruf, Hagen musste bis zum nächsten Tag stationär aufgenommen und überwacht werden, viele Anrufe und liebe SMS, eine lange Nacht und lange Stunden des Wartens lagen vor mir. Wie es mir tatsächlich ging, lasse ich hier jetzt mal außen vor.
Gestern Nachmittag konnte ich ihn endlich abholen, er hatte nicht, wie von mir erwartet die Klinik zusammengebrüllt oder ähnliches, er war eher resigniert und platt von den beiden Narkosen. Er freute sich sehr über sein Auto, saß sofort mit seiner riesen Satellitenschüssel drin und wollte nach Hause.
Ich war endlos erleichtert... jetzt noch 10 Tage, bzw. nur noch 9 Tage Leinenpflicht und Hundschonen überstehen, ein paar Wochen sorgfältiger und vorsichtiger Füttern und dann ist alles vergessen und liegt weit hinter uns.
Ich wünsche niemandem, so eine Angst um seinen Hund haben zu müssen...
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