Dienstag, 15. September 2009

Hagge aktuell.

Gestern Abend, nach 2 leeren Tagen durfte ich meine Hagge abholen. Gab natürlich erstmal ein ausführliches Gespräch mit der TAH. Laut der Bedienungsanleitung der Klinik klingt das ganze jetzt alles so sorgenfrei und simpel, 9 Tage an der Leine, Fädenziehen und gut.
Ich darf selber kochen, weil wer soll denn die i/d Dosen bezahlen??

Für mein Empfinden gehts ihm aktuell viel zu gut, er darf mein Bett haben und würde viel lieber mit seinem altbekannten Trichter durch die Wohnung turnen. Er möchte sehr gern da weitermachen, wo alles aufgehört hatte. Immerhin hatte ich ihm einen Quietscheknochen versprochen, der jetzt in der Küche versteckt liegt und dass er am vergangenen Sonntag eigentlich das erste Mal wieder toben dürfen sollte. Zum Doggentreffen wollten wir seit 4 Wochen mal wieder.
Habe vorhin Reis, Möhrchenwürfel und Huhn gekocht und alles schön püriert. Gestern Nacht, nach dem Heimkommen hat er einen Löffel Reis gegessen, heute früh und mittags auch. Hinten kam auch schon was raus und zwischendrin durfte er zweimal den Löffel mit den pürierten Möhrchen ablecken.

Ich habe mir kleine Mini-Gefrierdosen gekauft, in die ich je einen Servierlöffel voll Brei tu. Ich muss mich selbst bremsen, dass ich ihm keine zu großen Portionen gebe.

Sein Magen wurde diesesmal sorgfältig dort fixiert, wo die Bauchmuskeln zusammentreffen. Da verwächst es sich optimal, wurde mir gesagt und das ist die Stelle, die ich jedem TA mitteilen muss, wenn nochmal irgend etwas sein sollte, damit sie seinen Magen bei irgendwelchen OP's nicht versehentlich mit aufschneiden.
Die sagten, in einigen Wochen, wenn das wirklich verwachsen ist, kann er normal toben und sich wälzen, sicherer ginge es nicht. Mmmmh, ich hoffs so sehr.

Die Stelle am Fuß ist jetzt schick verschorft, weil er in der Klinik seinen Verband und seine Socke verloren hat. Eine Sorge weniger, das Ding kann ich jetzt wenigstens vernachlässigen.

Ich glaube ich werde aber noch wochenlang überall aufgeblähte Hunde sehen. Schon den Anblick seines Bruders damals wurde ich nicht mehr los und dazu nun zwei Bilder von meinem aufgeblähten Haggi. Völlig alptraumhaft. Andererseits werde ich es immer wieder auf den allerersten Blick erkennen...
Ich denke, ich werde ziemlich übervorsichtig sein, was die Futterportionen und das Freilaufen / Toben angeht. Es ist mir auch egal, wenn er durch die Miniportionen wieder dürr und mistig aussieht, hauptsache er lebt und freut sich.
Mir kommen jetzt noch die Tränen, wenn ich dran denke, wie er mir gestern abend ins Gesicht geflogen ist, als er reingebracht wurde und ich da auf'm Stuhl saß, ganz erleichtert und glücklich wirkte er.

ER tut mir vor allem leid, wie soll er verstehen, dass nicht gehampelt werden darf, dass er langsam gehen soll, wieso er nur einen Löffel Brei bekommt der kann jetzt ewig lange überhaupt nicht Hund sein. Innerhalb 4 Wochen hatte er drei Vollnarkosen...

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